Unbekannte Muskeln entdeckt
Oder: Je länger das Pfff, desto schlimmer das Aaaarrgh! Oder: Der Ritt auf der Meerjungfrau.
Wie? Wo? Was?
Seit über zehn Jahren halte ich Ausschau nach einem geeigneten Wassertransportmittel. Die eigentliche Idee war ein Kanu, ein Kanadier für zwei Personen und Gepäck. Allerdings gab es da einige Hindernisse, die immer wieder zwischen mir und einer ausgedehnten Flusswandertour standen. Allen voran war es der Stauraum, den so ein Kanu einnimmt.
Ähnliche Bedenken hatte ich im Bezug auf ein SUP, das aber viel weniger Lagerplatz braucht und doch deutlich günstiger in der Anschaffung ist. Also bin ich seit dieser Woche stolzer nasser Besitzer eines Stand Up Platsch namens Mermaid.
Sieht ziemlich lässig aus
Die SUPer sehen immer ziemlich lässig aus, wenn sie so gleichmäßig über den See gleiten. Nur vorher kommt die schweißtreibende Vorbereitung. Ist das Brett einsatzbereit, muss man es erst mal vor dem Kopf weg bekommen.
Bei mir sah das also erst mal nicht soo lässig aus. Im Sitzen ist das ganz einfach, im Knien geht auch – aber im Stehen?
Ich hatte es zumindest geschafft, auf dem Board aufzustehen und einige Minuten – vielleicht waren es auch nur viele Sekunden – darauf zu balancieren. Cool sah das sicher nicht aus, tapfer auch nicht, eher zum Lachen.
Viele Versuche und nasse Abstiege später schaffte ich dann ein paar Paddelzüge, sogar fast in die Richtung, in die ich wollte.
Was ich nicht erwartet hatte
Am Abend, als alles verstaut war, und am nächsten Morgen meldeten sich einige Muskeln in meinem Körper recht deutlich: „Wir wurden bis gestern nur sehr selten verwendet." Das Balancieren und Paddeln hatte also durchaus einen recht sportlichen Effekt. Hätte ich nicht gedacht.
Wenn meine Muskeln sich wieder erholt haben und das Wetter wie vorhergesagt noch mal zum Baden einlädt, werde ich den nächsten Versuch starten.